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VSS #3 | Farbtechnographie

Farbtechnographie, zwei enthusiastische Musikbegeisterte die ihre Leidenschaft für Platten ausleben und das hört man auch in der dritten Ausgabe der Vienna Sun Sets. Allein die Zutatenliste dieses Mixes lässt ein Lächeln auf meinen Lippen erscheinen. Lokalkolorit vom Feinsten.

Man muss nur lange genug auf bestimmten Festivitäten in einer kleinen Großstadt wie Wien unterwegs sein um irgendwann das Gefühl zu haben immer wieder die gleichen Gesichter anzutreffen.

Ob auf der Tanzfläche, in der Schlange vorm Club oder im Gedrängel an der Bar, blitzen immer wieder die gleichen Silhouetten aus der anonymen Masse.

Farbtechnographie, Vinyl im Doppelpack

Bei den Jungs der Farbtechnographie stellte sich dieses Gefühl noch wesentlich schneller ein, ist das plattenaffine Duo doch nicht gerade unscheinbar. Als ich die beiden, dann das erste Mal hinter, anstatt wie gewohnt vor den Plattenspieler antraf, war mir relativ schnell klar, dass ich sie nicht zufällig immer wieder getroffen hatte, sondern einfach ihren Musikgeschmack teilte.

Umso größer war die Freude als ich schließlich die Zusage für dieses Set erhielt und Wochen später endlich auf Play drücken konnte. Was mich dann erwartete, könnt ihr euch ja oben selbst anhören und erklärt sich eigentlich von selbst.

Wie auch bei ihren Auflegereien mischen die beiden Farbtechnographen gekonnt rohen Detroit- und Chicagosound mit aktuellen Einflüssen und heimischen Schmankerln. So wird die Sause mit einem meiner Lieblingsstücke der letzten Monate, Trembolon von The New Tower Generation, eröffnet.

Sacher Techno, süße Platten

Doch das DJ-Duo verziert nicht nur fremde vinyllastige Veranstaltungsreihen, wie die Praterei oder Mutter, mit ihrer eigenen Handschrift, sondern werkt auch fleißig an seiner eigenen Partyreihe namens Sacher Techno.

In diesem Sinne lasst euch die üppige Vinyltorte der beiden Jungs munden und vielleicht kommt ihr ja auf den Geschmack von rohen, unverfälschten Sound.

Ich persönlich finde Kunst ja immer spannender, wenn man die Leidenschaft und Arbeit im Resultat noch sehen/hören/schmecken kann.

Via: Bild © Clemens Fantur

Über den Autor

Julian ist 25 Jahre alt, lebt in Wien und entwickelt, neben seinem Studium der Kultur- und Sozialanthropologie, Brett- und Kartenspiele, Geschichten und Ideen.
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